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Nach "Videotext" und "Bildschirmtext" werden das Kabel- und das Satellitenfernsehen mit ihrer Überfülle an Sendekanälen folgen. Und als beängstigende Utopie für die Verleger steht die Entwicklung von speziellen, mit dem Fernseher kombinierten Druckgeräten bevor -- sie können den "stehenden Text" (Fachwort) der neuen Schriftsysteme vom Bildschirm auf Knopfdruck zu Papier bringen.

Die bisher so klaren Grenzen zwischen den Medien beginnen damit zu verschwimmen. Die sogenannten Heimdrucker dürften, wenn sie erst serienreif sind, die Tageszeitung in der bisherigen Form dereinst ablösen. Nicht der Zeitungsjunge, die Druckwalze am heimischen TV-Gerät brächte dann das Morgenblatt.

Fernsehen und Presse der Zukunft würden mithin den gleichen Vertriebsweg haben -- über den Bildschirmanschluß. Und die Verleger wollen schon jetzt vermeiden, daß die Rundfunkanstalten spätere Entwicklungen dieser Art im voraus okkupieren.

DER SPIEGEL 36/1979 - Botschaft huckepack

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl